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2 . Was ist "Salsa traditional"?

Bevor der Begriff Salsa verwendet wurde, gab es bereits Son bzw. Musica tropical (diese Begriffe meinen das gleiche). Dieser Rhythmus und Tanz, der bereits Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert gespielt wurde, ist die eigentliche, traditionelle Salsa. Sie wurde damals an „Fiestas populares y particulares“ (Volksfeste, private Feste) gespielt. Die Menschen konnten beim Tanzen den Sorgen und die Probleme des alltäglichen Lebens vergessen und ihrer Lebensfreude und ihrem Spaß Ausdruck verleihen. Strenge Regeln oder vorgegebene Schritte gab es dabei nicht - das Wichtigste war, die Musik mit dem Körper zu spüren und auch die Bewegung auszudrücken. Die Interpretation, der Ausdruck des Körpers war dabei individuell unterschiedlich, das Gefühl war wichtiger als die Struktur der Bewegung. Die guten TänzerInnen zeichneten sich dabei durch Kreativität und Spontaneität im Zusammenspiel mit der Musik aus. Die Leute lernten den Tanz nicht im Unterricht, sondern durch beobachten der Tänzer und nachmachen bzw. ausprobieren. Genauso wie die Tänzer waren auch die Musiker kreativ und entwickelten neue Rhythmen, die später in den 70er Jahren in die moderne Salsa einflossen.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden auch andere Rhythmen wie Danzon, Danzonette, Chachacha, Mambo, Bolero, Bugalú, Pachanga u.a., die später ebenfalls in die moderne Salsa einflossen.





 
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