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3. Was ist „Salsa moderna“?

In den 40er und 50er Jahren des 20. Jahrhunderts war Havanna auf Kuba das Zentrum der "Musica tropical". Kuba war damals das Ferienparadies der US-Amerikaner, von hier aus wurde die Entwicklung der Salsa in Lateinamerika und den USA beeinflußt. Durch die kubanische Revolution und die anschließende Blockade Kubas durch die USA wurde diese Entwicklung jäh unterbrochen. Die USA versuchte, den Einfluß der kubanischen Musik zurück zu drängen: die Steuern in den Latino-Clubs und –Bars wurden erhöht. Die meisten dieser Clubs, von denen einige sehr berühmt und viel besucht waren (z.B. "Palladium" in New York), mussten daraufhin schliessen. Statt dessen eroberte in den 60er Jahren eine andere Musik die Welt: der Rock‘n Roll.

Die Führungsrolle Havannas vor der Revolution konnte von keiner anderen Stadt und keinem Land in der Karibik übernommen werden. Daher nahm die internationale Verbreitung der "Musica tropical" ab, aber sie wurde in Lateinamerika immer noch gehört und getanzt. Auch in den armen Latinovierteln New Yorks waren die Musik und der Tanz nicht vergessen und lebten im täglichen Leben der Bewohner weiter. In den 70er Jahren liegt in den Vierteln der Puertorikaner, Kubaner, Kolumbianer, Dominikaner und Venezuelaner die Wiege der modernen Salsa, die zusätzlich zu den karibischen Rhythmen auch Elemente aus dem „Ballroom dance“ und dem Jazz übernommen hat. Von hier aus verbreitet sich die Salsa weltweit und wird geliebt wegen ihres Ausdrucks von Lebenfreude und Spontaneität.

Die moderne Salsa hat viele technische Elemente, die aus den amerikanischen und europäischen Tänzen kommen. Dies führt nicht nur zu einem schönen Tanzgefühl, sondern auch zu der Gefahr, dass Tänzer, die noch nicht das Gefühl für die traditionelle Salsa entwickelt haben, zwar technisch gut, aber ohne den Ausdruck von Lebensfreude und das ursprüngliche Körpergefühl tanzen.





 
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